Nudelgerichte

Pasta alla Norma

nudelgerPasta und die Oper oder … Wie die Pasta alla Norma entstand

(Rezept weiter unten)

Die Pasta alla Norma ist ein sehr berühmtes Pasta Gericht aus der Region Sizilien und wurde der Überlieferung nach in Catania kreiert. Bekannt ist sie seit dem 19. Jahrhundert und benannt wurde sie nach der Oper „Norma“ des Komponisten Vincenzo Bellini.

Über die Entstehung gibt es zwei Geschichten.

Die eine besagt, dass ein Koch so begeistert  von der Bellini Oper war, dass er ein traditionelles Gericht danach benannte. Tatsächlich kennt man in  vielen Teilen Siziliens die „pasta alle melenzane fritte“, also Pasta mit gebratenen Auberginen in Tomatensoße und Käse – verbindet dieses Gericht aber nicht unbedingt mit dem Namen „Pasta alla Norma“.

Die zweite Variante besagt,  dass Bellinis Landsleute derart von der Schönheit seiner Oper angetan waren, dass sie anfingen, den Ausdruck „una vera Norma“ also „eine echte Norma“, als Ausdruck für das Perfekte, das Schöne, das Unbeschreibliche zu gebrauchen. Im Laufe der Jahre erhielt das Gericht  wegen der perfekten Zusammenstellung der Zutaten und dem unbeschreiblichen Geschmack den Namen „Pasta alla Norma“.

Die Farben der fünf Zutaten werden häufig auch als Symbol für die italienische Trikolore in Verbindung mit den Farben der Stadt Catania interpretiert. Das frische Basilikum steht für das Grün, die Pasta für das Weiß und die Tomaten für das Rot in der italienischen Nationalflagge.  Das Schwarz der Auberginen und das Weiß des Ricotta Salata symbolisieren die von Lava und Schnee bedeckten Hänge des berühmten Vulkans Catanias, dem Ätna.

Das wohl witzigste Detail, das beide Geschichten gemeinsam haben ist, dass die Schauspielerin, die die Norma in der Erstaufführung der gleichnamigen Oper spielte, „Pasta“ mit Nachnamen hieß!

 Pasta alla Norma

– ca. 2  Auberginen

– ca 500 g Spaghetti oder Maccheroni

– ca. 800 g Tomatenstücke (Dose) oder gehäutete frische Tomaten

– 1 Knoblauchzehe

– 1-2  Zwiebeln

– 1 Bund Basilikum mit Stengel

– etwas Ricotta salata (Ricotta stagionata)

– etwas Olivenöl

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

1. Die Aubergine in kleine Würfel schneiden – einige Rezepte sprechen auch von dünnen Scheiben -, in ein Sieb legen und mit Salz bestreuen. Eine halbe Stunde ziehen lassen.

2. In der Zwischenzeit den Tomatensugo vorbereiten. Dazu Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die geschälte und leicht angedrückte Knoblauchzehe sowie einen Basilikum-Stengel darin 2 Minuten anschwitzen und danach alles wieder aus der Pfanne nehmen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, in die Pfanne geben und glasig werden lassen. Die Tomatenstücke hinzugeben (selbstverständlich kann man auch frische Tomaten – gehäutet und entkernt – dazu nehmen, die man allerdings im Winter nicht in der entsprechenden Qualität vorfindet – auch nicht in Italien!). Mit Salz und Pfeffer würzen und 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Basilikumblätter in feine Streifen schneiden und in den Sugo geben.

3. In einer zweiten Pfanne die Auberginen in reichlich Olivenöl frittieren. Herausnehmen und auf Küchenpapier legen, so daß überschüssiges Öl durch das Papier aufgesaugt wird.
Wasser für die Pasta aufsetzen.

4. Sobald das Wasser kocht, das Salz und danach die Pasta hineingeben. Eine Minute weniger als auf der Packung angegeben kochen lassen. Abgießen und mit den Auberginenstücken zusammen in die Pfanne mit dem Sugo geben, etwas Ricotta salata darüber reiben, vermengen und eine Minute erhitzen.

5. Auf einem Teller anrichten und den Ricotta salata mit der groben Reibe darüber verteilen.

Zutaten tür 4 Personen:

750 gr. Grüner spargel, 1 unbehandelte Zitrone, 1 Knoblauchzehe,175 ml süße Sahne,150 gr Creme Leger; Cayennepfeffer; Salz; 1 Bund Basilikum; 4-5 Stiele Zitronenmelisse; 1El Butter; Pfeffer aus der Mühle; 350 gr. Capellini oder Spaghetti; 40 gr. Parmesan, dünn gehobelt

So haben wir’s gemacht: Bei Bedarf die holzigen Spargelenden ab-
schneiden, dann die Spargelstangen halbieren. Die Zitrone unter heißem Wasser gründ-
lich waschen und trocken reiben, dann die Schale dünn abschälen und 2 EI Saft aus-
pressen. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die süße Sahne mit der Creme
legere verrühren und in einem Topf 3 Minuten köcheln lassen. Die Sahnemischung mit
Zitronensaft, Cayennepfeffer und Salz würzen und warm halten. Die Nudeln nach
Packungsanweisung im Salzwasser bissfest kochen. Den Spargel in gesalzenem
Wasser etwa 6 Minuten bissfest dünsten.

Die Basilikumblätter und etwa ein Drittel
der Zitronenmelisseblätter in Streifen schneiden. Butter, Zitronenschale und Knoblauch zum Spargel geben und alles kurz weiter-
dünsten lassen, dann den Sud pfeffern. Den fertig gegarten Spargel gut abtropfen lassen. Den heißen Spargel in den Kräuterstrei-
fen und der heißen Zitronensahne schwenken.; Nudeln und Spargel auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit der restlichen
Zitronenmelisse und dem gehobelten Parmesankäse garniert servieren.

Wissenswertes: Basilikum schmeckt nicht nur besonders gut, er stärkt das Herz und beruhigt die Magennerven.